Bodegas y Vinedos Gallego Zapatero

Insgesamt bewirtschaftet Gallego Zapatero knapp neun Hektar Rebfläche. Alle Parzellen befinden sich in Anguix, im alten Zentrum von Ribera del Duero. Es ist ein welliges Land mit eisenhaltigen Lehmböden, teilweise, insbesondere auf den kleinen Anhöhen, mit Sand versetzt. Solche Weine sind in der Regel keine Frühstarter. Yotuel Weine brauchen gut und gerne zwei Jahre, ehe sie sich öffnen. Dafür halten sie dann wesentlich länger ihr Niveau. Auf mehr als 800 Metern über Meeresniveau herrscht ein ganz spezielles Klima: harte und lange Winter, die Frostgefahren bis weit in den Mai bergen, gefolgt von einem kurzen, teilweise extrem heißen Sommer, der im August Temperaturdifferenzen von bis zu 30 °C mit sich bringen kann. Regen fällt wenig, übers Jahr im Schnitt 430 mm. Die Weinbergsarbeit erfolgt strikt ökologisch: viel Boden- und Laubarbeit sowie niedrige Erträge sind die Grundlage für die Yotuel-Weine. Als Önologen haben Sie wie die Hacienda Solano die junge, talentierte Elsässerin Sophie Kuhn engagiert. Sophie setzt auf den optimalen Lesezeitpunkt: die Trauben werden gelesen, wenn sie die perfekte Reife erlangt haben. Sophie achtet auf die richtige Balance zwischen Süße und Säure, und eben Frische und Reife mit dem Ziel Tiefe, Komplexität und Langlebigkeit zu erlangen. Wenn Gallego Zapatero mit der Lese fertig ist, hängen in der Regel noch 90 % aller Trauben der Ribera del Duero an den Stöcken. Viele solche zu spät gelesene Ribera del Duero zeigen sich dann überreif, süß und breit, es fehlt an Säure und Frische und damit auch an Entwicklungsfähigkeit. Der Name Yotuel streicht den generationsübergreifenden Kontext der Bodega heraus: Yotuel bedeutet Ich (yo) – die aktuelle Generation – Du (tu) – die Generation des Vaters – und Er (el) – die Generation des Großvaters. Anders ausgedrückt: die Generation derer, welche die alten Anlagen gesetzt haben, jener, die über Jahrzehnte die Weinberge beackert haben sowie diejenigen, die begannen, die Weine selbst auszubauen.
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